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KALKULATION FÜR ONLINEHANDEL

Onlinehandel kalkulieren: Umsatz, Marge und Liquidität

Eine Bestellung ist noch kein frei verfügbares Einkommen. Wareneinsatz, Versand, Retouren und Gebühren reduzieren den Betrag, der für Shopkosten und deinen Lebensunterhalt bleibt. Diese Vorlage beginnt deshalb bei Stückzahl, Preis und Kostenanteil.

DEIN ANPASSBARES RECHENBEISPIEL

Probiere deine Annahmen aus.

Diese Beispiele sind keine erhobenen Branchenwerte. Dein bestehender Entwurf wird erst durch eine ausdrückliche Übernahme ersetzt.

Stück
€
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  • 35 Wochenstunden, 6 Wochen Urlaub, 2 Wochen Ausfall; Feiertage nicht zusätzlich abgezogen.
  • 820 € Fixkosten pro Monat; 48 % umsatzabhängige Kosten.
  • 500 € Kranken-/Pflegeversicherung, 300 € Altersvorsorge pro Monat.
  • 1.800 € privater Bedarf und 200 € Sparziel pro Monat.
  • Grundtarif 2026, 6.000 € zusätzliche steuerliche Abzüge pro Jahr; keine Kirchensteuer; gewerblich, Hebesatz 400 %.
  • Kein Darlehen, keine zusätzlichen Umsätze, keine Umsatzsteuer-Zahlungsströme.

Vom Verkaufspreis zum Deckungsbeitrag

Stelle zunächst Preis und variable Kosten auf derselben Basis gegenüber. Zu den variablen Kosten können Ware, Verpackung, Versandzuschüsse, Zahlungsgebühren und Plattformprovisionen gehören. Bleibt nach diesen Positionen ein positiver Betrag, deckt er zuerst die laufenden Fixkosten. Die Gewinnschwelle berechnet, wie viele Verkäufe dafür nötig sind. Deine persönliche Absicherung, Steuern und privaten Ausgaben kommen in der vollständigen Finanzplanung hinzu und sind nicht automatisch durch einen positiven Stückbeitrag gedeckt.

Retouren als wirtschaftlichen Vorgang verstehen

Eine Rücksendung kann Erlös rückgängig machen und gleichzeitig Versand-, Prüf- oder Aufbereitungskosten verursachen. Verwende deshalb keine pauschale Retourenquote ohne Bezug zu deinem Sortiment. Ermittle anhand eigener Annahmen, wie viele Bestellungen tatsächlich als Umsatz verbleiben und welche Kosten trotzdem entstehen. Die einfache Vorlage arbeitet mit Durchschnittswerten. Wenn sich Artikel stark in Preis und Marge unterscheiden, sollten sie zunächst einzeln kalkuliert werden, bevor du einen gewichteten Durchschnitt für den Gesamtplan bildest.

Warenbestand bindet Geld vor dem Verkauf

Ein positiver Stückbeitrag verhindert keine Zahlungslücke, wenn Ware schon lange vor dem Verkauf bezahlt werden muss. Erfasse die erste Warenbeschaffung als Anfangsauszahlung und prüfe die spätere Nachbeschaffung zusätzlich. Der Gründungsrechner bildet Veränderungen von Lagerbestand und konkreten Lieferantenzielen nicht vollständig ab. Für einen detaillierten Einkaufs- und Zahlungsplan kannst du die bearbeitbare Liquiditätsvorlage nutzen. Trenne dort Einzahlungen aus Verkäufen von den tatsächlichen Auszahlungen für Waren.

Rabatte auf den verbleibenden Beitrag prüfen

Ein Rabatt reduziert deinen Verkaufspreis, während Wareneinsatz und viele Gebühren nicht im selben Verhältnis sinken. Schon eine kleine Preisänderung kann deshalb einen größeren Anteil des Stückbeitrags verbrauchen. Der Preiserhöhungsrechner zeigt die umgekehrte Frage: Wie viel Absatz darf zurückgehen, wenn der Preis steigt und die variablen Stückkosten gleich bleiben? Für unterschiedlich hohe Versandkosten oder Gebühren nach Verkaufskanal sind eigene Kalkulationen je Kanal sinnvoll.

Häufige Fragen

Kann ich mehrere Produkte zusammen planen?

Die Vorlage nutzt ein durchschnittliches Produkt. Verwende einen nachvollziehbaren gewichteten Durchschnitt oder kalkuliere Produktgruppen zunächst getrennt.

Ist der prozentuale Kostenanteil eine gemessene Branchenzahl?

Nein. Die Vorgaben sind illustrative Beispiele. Ersetze sie durch Einkaufspreise, Gebühren und eigene Annahmen für deinen Shop.

Rechenweg und Grundlagen

Die Beispiele verwenden das offen beschriebene Planungsmodell 2026. Ausgaben und Preise sind eigene Beispielannahmen.

Formeln, Grenzen und amtliche Steuerquellen ↗Existenzgründungsportal: Finanzplan erstellen ↗

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